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Languedoc-Tour

allgemeines:

Das Languedoc gehört zu den weniger bekannten Regionen Frankreichs. Zu Unrecht. Zwischen Rhone (im Osten), Mittelmeer (im Süden) und Pyrenäen (im Westen) gelegen, bietet es liebliche Landschaften, viele Zeugnisse der wechselvollen Geschichte und weitläufige Sandstrände.

Freies Übernachten ist selten verboten. Es gibt offizielle Womo-Stellplätze, für die z.T. Geld verlangt wird (meist an der Küste).

Empfehlenswert ist die Anschaffung des WoMo-Reiseführers "Mit dem Wohnmobil ins Languedoc und Rousillion" aus dem Womo-Verlag, geschrieben von unserem Lieblingsautor Ralf Greus. Neben vielen Stellplatztipps findet man in dem Büchlein auch sehenswerte Kleinode, die von anderen Reiseführern übergangen werden. Erhältlich z.B. für EUR 19,90 bei Amazon: Mit dem Wohnmobil durch Languedoc und Roussillon: Südfrankreich - zwischen Rhone und Pyrenäen (Womo-Reihe) Weitere Languedoc-Reiseführer gibt´s hier .

Unsere Empfehrung für Kartenmaterial: die blauer IGN-Karte Nr. 72 "Beziers-Perpignan" im Massstab 1:100000. Sie ist sehr genau, hat sogar Höhenlinien und umfasst das interessante Gebiet.

Anreise

Wer gemütlich anreisen will sollte über ein oder mehrere Übernachtungen in der Provence nachdenken. Dort kommt man sowieso vorbei, und es gibt einiges zu sehen...

Wir benutzen für die An- und Abreise stets die Autobahn. Die kostet zwar Maut, dafür reist man aber stressfrei auf gut ausgebauten, relativ leeren und gut gepflegten Strassen.



Tourbeschreibung

Languedoc

Die Landkarte dient der groben Orientierung. Interessante Orte sind grün eingezeichnet, größere Städte schwarz.

Der interessanteste Teil des Languedoc ist der Südwesten. Unser erster Tipp ist Beziers. Besonders sehenswert ist der Kanal du Midi mit der Anordnung aus 9 Schleusen "Neuf Ecluses".

Beziers - 9 ecluses

Ebenfalls sehenswert ist die Stelle wo der Canal du Midi in einem Tunnel durch einen Berg geführt wird, westlich von Beziers.

Nordöstlich von Beziers lohnt die Mantel-und-Degen-Film-Stadt Pezenas einen Abstecher. Sie diente wegen des urtümlichen Stadtbildes in einigen solchen Filmen als Kulisse. Ein Stück weiter liegt die Abtei Valmagne (Foto unten) zwischen Feldern und Weinbergen.

Abtei Valmagne

Die nächst große Stadt Richtung Westen ist Narbonne. Nähert man sich der Stadt per Landstrasse, so sieht man schon von weitem den grossen Dom die Stadt überragen. Die Besichtigung von Dom und angrenzendem Kreuzgang (Foto unten) ist kein Fehler.

Narbonne

Ein bisschen westlich von Narbonne liegt idyllisch zwischen bewaldeten Bergen das Kloster Fontfroid (Foto unten). Leider nur mit Führung zu besichtigen, und die gibts nur auf französisch. Wenigstens eine deutsche Kurzbeschreibung kann ausgeliehen werden...

Kloster Fontfroid

Fährt man von der Domstadt Narbonne aus ans Meer, so gelangt man nach Gruissan. Dieser Womo-freundliche Ort (Foto unten) bietet eine nette kleine Altstadtund viele Möglichkeiten zum Baden und Windsurfen. Es gibt einen grossen Stellplatz am Yachthafen, einen in Gruissan-Plage und einen ausserorts zwischen Gruissan-les Ayguades und Narbonne-Plage. Auf den genannten Plätzen kostet die Übernachtung 12 Euro. Wer nicht unbedingt am Wasser übernachten möchte sucht sich einen der Wanderparkplätze in den Weinbergen oder am Waldrand aus (Vorsicht während der Jagdsaison im Herbst!).

Gruissan

Gruissan und Pyrenäen

Bei halbwegs guter Sicht sieht man von Gruissan aus die Pyrenäen. Das ist besonders eindrucksvoll wenn auf den höheren Gipfeln noch Schnee liegt (meist bis Mitte Juni; Bild oben).

Flachseen bei Peyriac Peyriac

Ein Stück weiter westlich liegen die beiden Orte Bages und Peyriac-sur-Mer. Bages ist ein malerischer Künstlerort am Etang (Binnensee), Peyriac ist eine Oase der Ruhe mit schönen Wanderwegen über nette Pfade und Stege (siehe Fotos). Am Ortseingang (von Bages kommend) liegt ein kleiner schöner offizieller Womo-Stellplatz (gratis, kein WC).

Zwischen Bages und Peyriac führt die Landstrasse durch ein beeidruckendes Flachwasserseen-Gebiet, wo man häufig wilde Flamingos antrifft, die das Waser nach Nahrung durchsieben.

Flamingos mehr Flamingos

Weiter landeinwärts erkennt man schon von weitem die beeindruckende Stadtmauer von Carcassonne. Die Stadt aus dem Mittelalter ist 1a erhalten und bei Touristen sehr beliebt. Für den Besuch sollte man deshalb eine touristenuntypische Zeit wählen und die vielen Nippesbuden ignorieren können. Wer auf der Autobahn Toulouse--Narbonne unterwegs ist sollte auf dem Rastplatz "Carcassonne" kurz halten und den Blick auf die Stadt geniessen (unteres Foto).

Carcassonne Carcassonne von der Autobahn aus

Nördlich von Carcassonne wartet noch ein weiteres Highlight: Lastours. Die Überreste von mehreren Burgen und Spähtürmen (Foto unten) liegen verstreut auf einem Bergrücken und warten darauf, erkundet zu werden. Genau wie die Ausgrabungen eines Dorfes aus dem 12. Jahrhundert. Man sollte 2-3 Stunden für die Besichtigung einplanen, sich auf viel Laufen einstellen und im Sommer Getränke nicht vergessen...

Lastours bei Carcassonne

Aber auch südlich von Carcassonne gibt es viel zu sehen. Die Landschaft wird bestimmt durch Weinberge, karge felsige Anhöhen, alte Klöster und die Überreste von einigen Katharer-Burgen. Die folgenden Fotos zeigen (von oben nach unten): Das grosse Kloster Lagrasse, die Burg Peyrepertuse und die Burg Puilaurens.

Kloster Lagrasse bei Carcassonne

Katharerburg Peyrepertuse

Katharerburg Puilaurens

Die beiden Burgen liegen schon relativ weit im Süden, in der Nähe der Pyrenäen. Wir wenden uns wieder der Küste zu und stossen auf die autobahnparallele Route Nationale Richtung Perpignan (gross, Verkehrschaos). Vor Perpignan schauen wir in der Festung von Salses vorbei. Der Eintritt lohnt sich: Die Festung ist sehr gross und gut erhalten und zumindest unsere Führerin konnte allerlei Wissenswertes berichten (französisch mit kurzen deutschen Erklärungen).

Festung Salses

Hinter Perpignan schlagen wir uns in das Tal des Tech, um dem Kloster von Arles-sur-Tech (mit schönem Kreuzgang, Foto) einen Besuch abzustatten. Kurz hinter Arles-sur-Tech laufen wir noch durch die enge und sehenswerte Klamm "Gorges de la Fou".

Kloster Arles-sur-Tech

Eine letzte "Perle" liegt kurz vor der spanischen Grenze: Das Küstenstädtchen Collioure. Malerisch liegt es zwischen Hügeln mit Burgruinen und strahlt geschäftige Ferienstimmung aus.

Collioure

Wer Lust dazu hat besucht auch noch die schönen kleinen Küstenorte auf spanischer Seite, nutzt die günstigen Lebensmittelpreise in Spanien für einen Grosseinkauf oder bummelt noch auf kleinen Stassen durch die Pyrenäen. Oder man spart sich diese Ecke für den nächsten Womo-Urlaub auf...


Letzte Aktualisierung: September 2016

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