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Südengland-Tour

allgemeines:

Südengland ist wunderschön -- wenn das Wetter mitspielt.

Grossbritannien ist relativ teuer.

Freies Übernachten ist generell nicht verboten, aber unüblich. Es empfiehlt sich deshalb, besonders unauffällig zu übernachten. In den Touristengebieten gibt häufig Schilder über Camping-Verbote, die man lieber einhalten sollte.>

Toilettenabhängige Mini-Camper freuen sich über das dichte Netz an öffentlichen Toiletten. Diese sind häufig ungewöhnlich sauber :-), dann aber auch über Nacht abgeschlossen :-(

Empfehlenswert sind die "Toilettenkarten": Die blauen Travel-Maps von "Ordnance Survey"im Massstab 1:100.000 mit eingezeichneten öffentlichen Toiletten.

[[Kleine Zwischenfrage: Gibt es sowas auch für andere Länder??? Infos bitte an "bullifahrn at gmx.de"]]

Als Reiseführer empfehlen wir "Mit dem Wohnmobil nach England" aus dem Womo-Verlag, z.B. für EUR 19,90 bei Amazon: Mit dem Wohnmobil nach England: Teil 1: Der Süden (Womo-Reihe) Da kann man auch nach anderen Suedengland-Reiseführern stöbern.



Tourbeschreibung

Südengland

Die Landkarte dient der groben Orientierung. Übernachtungsplätze sind grün eingezeichnet, größere Städte schwarz.

Nach einem Tag Anreise aus Süddeutschland verbrachten wir die Nacht auf dem Parkplatz des Terminals von P&o-Ferries in Calais. Man sieht die WoMo-Horden schon von weitem... (24h-Toiletten im Terminal).

Auf dem Weg von Dover nach Canterbury staunten wir über die lieblichen, mit Pferden und Kühen dekorierten Hügel und über die kleinen Häuschen, die den Touristen glauben lassen, die Engländer seien alle kleiner als Einsfünfzig.

In Canterbury gesellten wir uns zu den anderen Touris und bestaunten die Kathedrale (kostet wie fast alles in GB Eintritt) und wendeten uns dann der Südküste zu: : 1. Rye (niedlicher Fischerort) und 2. Beachy Head (Steilküstenformation, siehe Foto; Spaziergang/Wanderung einplanen!

Beachy Head

Übernachtung auf einem schlechten Campingplatz bei Seaford.

Bevor es weitergeht Richtung Westen darf ein Besuch bei den Seven Sisters (siehe Foto) keinesfalls unterlassen werden. Für den ca. halbstündigen Fussmarsch vom Parkplatz zur Küste wird man mit einem grandiosen Panorama belohnt. Eine zusätzliche Klippenwanderung ist empfehlenswert.

Seven Sisters

Über Brighton (Hier steppt am Wochenende der Bär. Mehr Infos in jedem Reiseführer...) geht´s weiter Richtung Southampton. Kurz vor Erreichen dieser Grossstadt (mit vielen verbraucherfreundlichen Supermärkten) empfiehlt es sich die Ausfahrt Nr. 8 zu nehmen und sich zur Netley Abbey durchzuwurschteln.

Netley Abbey

Diese Klosterruine (Foto) ist ein Geheimtipp: Schlecht ausgeschildert, kein Eintrittsgeld, viel Platz zum Picknicken und Spielen. Wenige hundert Meter Richtung Southampton Water findet man eine grosse Liegewiese mit Blick aufs Wasser und mit öffentlichen Toiletten (nachts leider geschlossen). Trotzdem ein schöner Übernachtungsplatz.

Von Southampton aus haben wir uns nach Norden gewandt, um Salisbury und Stonehenge & Co einen Besuch abzustatten. Alternativ hätte man sich auch nach Westen wenden können, durch den New Forest mit seinen freilaufenden Pferden.

Bei Stonehenge kann man die Reisebusse bestaunen, die Ihren Inhalt in das maschendrahtumzäunte Gehege mit den weltbekannten Steinen entleeren. Man sieht nicht wirklich viel...

Wir fuhren gleich weiter nach Woodhenge (gleich nebenan). Aber hier gab´s noch weniger zu sehen: Die Positionen, wo früher mal Steine im Kreis standen waren markiert, die Steine selber fehlten. Einfach lachhaft.

Nach einer Nacht auf einem Campingplatz bei Calne haben wir doch naoch halbwegs anständige Steinkreise gesehen, und zwar bei Avebury (siehe Foto).

Avebury Circles

Der Durchmesser des Hauptkreises ist riesig; mittlerweile führt eine Landstrasse hindurch. Wir waren zur Sommersonnenwende dort. Hunderte mehr oder weniger übersinnliche Esoteriker waren auch zur Sommersonnenwende dort und erfreuten uns durch Yoga, Turnübungen, Energieabgreifen, Zwiegespräche mit den Steinen und Ähnlichem. Sehr amüsant.

Weiter nach Bath (quirlige altrömische Bäderstadt) und zum altenglischen Landschaftspark Stourhead (Foto)

Stourhead Garden

Der Park ist ganz nett, aber ein bisschen langweilig. Wahrscheinlich ist er im Frühjahr, wenn mehr Blumen blühen, sehenswerter.

Shaftesbury liegt "um die Ecke" und gewähr einen vielgemalten und auch viel fotografierten Blick auf die Hügel von Dorset (Foto).

Shaftesbury

Besonders weiches Licht hat man am Abend, wenn man zu spät kommt liegt die Häuserzeile allerdings im Schatten...

Übernachtet haben wir weiter westlich auf einem der Strandparkplätze von Poole bzw. Sandbanks (Toilette am Strand; overnight-Parkgebühr)

Die Isle of Purbeck (zwischen Bournemouth und Weymouth) ist eigentlich gar keine Insel, dafür aber eine besonders schöne Ecke Grossbritanniens. Hier wurden einige Szenen der berühmt-berüchtigten Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen gedreht.

Östlich des Badeortes Swanage befindet sich eine weisse Kreide-Steilküste, die an ihrer Oberseite -farblich passend- mit saftigem grünen Gras bewachsen ist. Vorgelagerte nadelförmige Inselchen sind im gleichen Look gekleidet: unten weiss und oben ein saftiggrüner Deckel.

Isle of Purbeck

Folgt man westlich von Swanage der Küste, so kommt man an der Ruine von Corfe Castle (beim gleichnamigen Örtchen) vorbei nach Lulworth mit dem Strand Lulworth Cove (Foto) und der Felsbrücke Doodle Door (Zugang z.B. über den Campingplatz).

Am westlichen Ende von Purbeck lieg Weymouth. Wir bogen kurz vor der Stadt links ab und folgten dem Wegweiser zu einem schöngelegenen und günstigen Campingplatz. Meidet man die englischen Schulferien, so kann es vorkommen, dass man ein 2-Fussballfelder-grosses Stück des Platzes für sich alleine hat (siehe Foto).

Campingplatz bei Weymouth

Am nächsten Tag wurde Weymouth besichtigt, weiter westlich das Örtchen Beer mit dem Beer Head, danach Exeter mit Kathedrale etc., und dann ging´s ab ins Dartmoor. Auf diesem Hochmoor gibt es viel Natur, freilaufende Ponies, Schafe und Ziegen, und vom Rand aus einen sagenhaften Blick über das Umland.

Übernachtet haben wir auf einem der beiden Parkplätze (beide mit WC) in Moretonhampstead.

Das Dartmoor hat seinen eigenen Charme, dazu gehören auch die Nebenstrassen (z.B. in das malerische Örtchen Buckland, dessen Kirche auf dem Foto zu sehen ist), die abschnittsweise nur einspurig sind.

Buckland in the Moor

Die steinalte Postbridge ist zwar keine Top-Sehenswürdigkeit, aber zusammen mit dem drunterdurchgurgelnden Flüsslein und der lieblichen Umgebung läd sie zum Verweilen ein. Unser gemütliches Picknick haben wir jedenfalls genossen ...

Postbridge im Dartmoor

Als sehr schön wurde uns auch eine Wanderung am Fluss Lyd (nahe Lydford) zum Wasserfall White Lady beschrieben. Für diese Wanderung muss man jetzt allerdings Eintritt zahlen. Solcherlei Dreistigkeiten wollten wir nicht unterstützen und fuhren weiter. Und zwar nach Norden, bis nach Lynton an der Küste des Bristol Channel. Das dortige Valley of Rocks mit seinen halbwilden Ziegen und der Wanderweg über der Steilküste mit Blick bis nach Wales rechtfertigen fast jeden Umweg.

Und der Campingplatz Channel View macht nicht nur seinem Namen Ehre, sondern bietet neben sehr freundlichem Personal auch angenehme Preise (8 Pfund = EUR 12 für einen VW-Bus und 2 Erwachsene ist unser GB-Tiefpreis-Rekord).

Am nächsten Tag war unser Pausenlos-Sonnenschein-Wetter leider vorbei, und wir konneten durch Nebel und Nieselregen nur erahnen, wie schön Morwenstow und Clovelly an der Westküste bei Sonnenschein sein müssen. Auch Tintagel mit seiner König-Artus-Sagen-Burg konnte uns nicht so richtig vom Hocker reissen. Übernachtung auf einem Pay-and-Display-Parkplatz mit Toilette (gegenüber vom uralten Postoffice).

Von Tintagel aus sind wir langsam an der Küste bis zur Südwestecke von Cornwall gegondelt. Im schönen Örtchen Perranuthnoe (mit Blick zum St.Michael-Mount) hatten wir für eine Woche ein kleines Cottage gemietet.

Der nette Hinterhof auf dem folgenden Foto befindet sich in Mousehole südwestlich von Penzance.

Hof in Mousehole

Von Perranuthnoe aus haben wir natürlich die Umgebung unsicher gemacht. Besonders hervorzuheben sind das Künstlerstädtchen St.Ives, die Klippen und Strandbuchten rund um Land´s End und Lizard Point und der St.-Michaels-Mount bei Marazion (Foto: Blick vom Mount auf Marazion und die Küste).

Marazion

Auf der Rückfahrt von Westcornwall nach Süddeutschland haben wir noch die Fischerstädtchen Polperro und Looe an der Cornischen Südküste und Glastonbury (grosse Klosterruine) in Somerset abgehakt. Übernachtungen auf einem Parkplatz (mit Toilette) in Glastonbury und wieder am P&O-Terminal in Calais.

Letzte Aktualisierung: Januar 2017

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